Das Osterfeuer

Das Feuer wird mit der Flamme der neuen Osterkerze entzündent. Diese wird vom Kaplan und den anwesenden Kindern aus der Kirche geholt.
Das Osterfeuer der Christlichen Jungen Gemeinde St. Josef- Kinderhaus wird bereits seit mehreren Jahrzehnten von den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Jugendheims, sprich Gruppenleitern, Mitarbeitern der ´Offenen Arbeit` und den angehenden Co-Leitern der Mitarbeiterrunde, vorbereitet. Die Hauptorganisation hierbei obliegt der Mitarbeiterrunde, alle zusätzlichen Aufgaben wie, Holz abholen, Schichten besetzen und natürlich das Aufräumen, sind für alle Mitarbeiter selbstverständlich.
Wie auch bei der Pfarrjugendkirmes, sind wir bei der Organisation und Durchführung des Osterfeuers auf die Unterstützung und Mithilfe anderer Personen angewiesen. Beim Abholen des Holzes benötigen wir jedes Jahr zwei bis drei Trecker und die natürlich dazu notwendigen Bauern, ohne die das Feuer wohl kaum in der Größe brennen würde, wie es in den letzten Jahren der Fall war. Zusätzlich fährt ein etwas kleinerer Transporter die Häuser ab, bei denen die Holzhaufen noch recht überschaubar sind. Des Weiteren besorgen wir Stroh, Würstchen, Strom und Wein von zusätzlichen Hilfspersonen.
Wie bei allen Osterfeuern gilt auch hier, ohne Genehmigung läuft gar nichts. Diese holen wir uns im Vorfeld beim Umweltamt ab, welches gleichzeitig die Feuerwehr informiert.
Die eigentliche Arbeit, nämlich das Holzholen, beginnt für uns am Ostersamstag um 9.00 Uhr, wo wir uns mit allen Helfern auf ´Pastors Wiese` an der Kristiansandstrasse treffen.
An dieser Stelle möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass Grünschnitt auch erst an diesem Tag zur Wiese gebracht werden darf, um dem Einnisten von Tieren jeglicher Art vorzubeugen.
Während das Holz abgeholt wird, sind einige Mitarbeiter mit dem Abholen von Buden beschäftigt, die am Sonntag dem Ausschank dienen und natürlich vorher aufgebaut werden müssen. Andere färben am Jugendheim Eier und backen Schmalzbrote, die ebenfalls Ostersonntag verkauft werden. 

Damit das Feuer ordentlich brennt muss kräftig nachgeholfen werden
Von den Spenden, die wir durch das Holzholen bekommen, wird für alle etwas zum Mittagessen gekauft. Die Stärkung muss auch sein, denn die vergangenen Jahre waren wir meist nicht vor Einbruch der Dunkelheit fertig. Zuletzt wird das Holz noch einmal richtig aufgeschichtet.
Für die meisten heißt es dann kurz nach Hause zu fahren, um sich aufzuwärmen und den Arbeitsschweiß von sich zu lassen. Anschließend treffen wir uns erneut auf der Wiese, um eine Nachtschicht einzulegen und das Osterfeuer zu schützen. Vor einigen Jahren standen wir am Sonntag schon einmal vor einem herab gebrannten Holzhaufen.

Für diesen Anblick lohnt sich die ganze Arbeit
Am Sonntag geht es dann nachmittags mit dem Einrichten der Ausschankbuden, der Würstchenbude und dem Stromverlegen weiter. Auch hier ergeben sich natürlich noch etliche andere Kleinigkeiten. Gegen 20.00 Uhr läuft der Pastor oder der Kaplan mit einigen Kindern zur Kirche, wo das Osterlicht geholt wird, welches dann der Entzündung des Osterfeuers dient. Das Feuer wird jedes Jahr um 20.30 Uhr angezündet und erst dann beginnt auch der Ausschank an den Buden; um 23.00 Uhr wird dieser eingestellt. Nachdem wir sämtliche Buden leer geräumt und zum Jugendheim gebracht haben, gibt es dort noch eine Party für alle ab 18 Jahren. So endet dann der Sonntag, nach einem hoffentlich gelungenen Osterfeuer.
Am Montag, ob müde oder nicht, steht dann für alle Mitarbeiter das Aufräumen an, was sich meist auch bis zum Abend hinziehen kann. Um für uns einen gemütlichen Ausklang zu finden, gehen wir traditionell noch Pizzaessen, vorausgesetzt man ist nicht allzu entkräftet durch ein doch sehr anstrengendes Wochenende.

(Guido Papst)